Managementverantwortung

Vorstands- und Aufsichtsratshaftung

Fabritius Tengnagel & Heine leistet rechtliche Beratung zur Managementverantwortung (Vorstands- und Aufsichtsratshaftung). Zu unseren Mandanten gehören sowohl Privatpersonen als auch Versicherungsgesellschaften, Aktionäre, im Konkurs befindliche Unternehmen, Management- und Aufsichtsratsmitglieder sowie Gesellschaften.

Wir verfügen über langjährige prozessuale Erfahrung und waren u.a. an einigen der größten Verfahren dänischer Geschichte zur Managementverantwortung beteiligt. Wir vertreten gegenwärtig Mitglieder des Vorstandes sowohl im „Amagerbank-Verfahren“ als auch im ”EIK Bank-Verfahren“. Wir haben das Vorstandsmitglied vertreten, das durch das Urteil des Landgerichts Ost im „Roskilde Bank-Verfahren“ endgültig freigesprochen wurde, da gegen das Urteil bezüglich unseres Mandanten keine Berufung eingelegt wurde.

Es ist zu beachten, dass Mitglieder des Vorstandes oder des Aufsichtsrats eines Unternehmens unmittelbar und gesamtschuldnerisch mit ihren persönlichen Vermögen für Fehler und Unterlassungen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für das Unternehmen haften. Deshalb kann bei der Einbeziehung in ein Verfahren zur Managementverantwortung sehr viel auf dem Spiel stehen.

Die Aufgabe des Aufsichtsrates einer Kapitalgesellschaft ist die übergeordnete und strategische Leitung der Gesellschaft sowie die Sicherstellung, dass die Gesellschaft über ausreichende Kapitalressourcen verfügt, um alle Verpflichtungen nachkommen zu können. Fälle bezüglich Aufsichtsratshaftung ergeben sich häufig in Situationen, in denen der Aufsichtsrat den Betrieb der Gesellschaft fortsetzt, obwohl er eigentlich hätte eingestellt werden sollen. Häufig wird in solchen Fällen gesagt, dass der Betrieb „nach dem Zeitpunkt der Aussichtslosigkeit“ fortgesetzt wurde. Der Aufsichtsrat kann dadurch zum Schadensersatz verpflichtet werden. Ein Haftungsfall kann auch bei einzelnen Verfügungen, Handlungen oder Unterlas-sungen entstehen. Beispiele sind wirtschaftlich nicht vertretbare Kreditaufnahme, Verletzung der Kontroll- und Überwachungspflichten in Bezug auf den Betrieb des Unternehmens und Verstöße gegen Gesetzesvorschriften.

Die Verpflichtungen des Vorstandes einer Kapitalgesellschaft ist die Wahrnehmung der laufenden Geschäftsführung der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Richtlinien und Beschlüsse des Aufsichtsrates. Der Vorstand hat für die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und Buchführung der Gesellschaft zu sorgen. Ferner ist der Vorstand, wie der Aufsichtsrat, verpflichtet sicherzustellen, dass die Gesellschaft jederzeit über ausreichende Kapitalressourcen verfügt.

Es ist von größter Wichtigkeit, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder im Falle einer möglichen Klageerhebung unverzüglich einen eigenen Rechtsanwalt beauftragen, der sie mit Anleitung und Beratung zur Vorgehensweise auf praktischer, strategischer und persönlicher Ebene zur Seite stehen kann. In der Regel werden die Interessen der Vorstands- und Auf-sichtsratsmitglieder am besten dadurch wahrgenommen, dass die einleitenden Maßnahmen vor der tatsächlichen Klageerhebung ergriffen werden.

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